Fachfragen bei Fliesenleger.de

 
Bravestar fragt am 23.07.2009:
 
Guten Tag,ich bin jetzt seit 7 Jahren Fliesenleger und habe eigentlich immer im Stundenlohn gearbeitet.
Da ich seit 1 Jahr in einer Firma arbeite wo alles im Akkord läuft und in letzter Zeit nicht mehr so gut verdiene,wollte ich euchmal fragen ob mein Chef das irgendwie mit Stundenlohn oder so ausgleichen muß?
Da ich jeden Monat halt eine gleiche bestimmte Summe Akkord überwiesen kriege und nicht auf dieses Geld komme ?
 
 
  
 
2 Antwort(en), letzte am 29.08.2009:
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 30.07.2009:
 
Diese Frage lässt sich nur mit Kenntnis des bestehenden Arbeitsvertrages und von einem auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt beantworten, oder, und diese Antwort gebe ich als Arbeitgeber eigentlich nicht so gern, von Ihrer Gewerkschaft, sofern Sie Mitglied sind.
Akkordlohn setzt sich im Normalfall aus dem tariflichen Mindestlohn sowie einem Zuschlag von 6% bis 25% je nach Arbeitsleitung zusammen.
Sollten Sie weniger als den tariflichen Mindestlohn verdienen, hätten Sie am Arbeitsgericht u.U. gute Karten. Kommt aber wie gesagt auch ganz auf den Arbeitsvertrag und die Arbeitsleistung an.
Und wenn Ihr Arbeitgeber nicht mehr genug Aufträge hat, um Ihnen genug \"Fläche\" zu bieten, gehen Sie bei einer Klage natürlich das erhöhte Risiko einer Kündigung wegen Auftragsmangels ein.
 
 
Fliesenrealist (Gast) schreibt am 29.08.2009:
 
Das Sie vorher im Stundenlohn mehr verdiehnt haben, kann mehrere Ursachen haben. Ob es die Flächen hergeben, mag mal dahingestellt sein.Es gibt ja auch andere Positionen als nur das Fliesenverlegen. Ich will ihnen auch nicht mutmaßen das sie zu langsam arbeiten. Die Entlohnung im Akkord ist genauso tariflich gebunden wie die im Zeitlohn. Daher würde ich mir mal die Akkordliste von der Handwerkskammer besorgen. Ich vermute mal das Ihr Chef schlichtweg durch die knallharte Konkurrenz im Fliesengewerbe, diesen Weg gehen mußte. Die Frage ist nur ob die Werte stimmen und auch die Arbeit richtig organisiert ist.